#4 Community Manager
geschrieben am October 12, 2008 von Florian Bergmann
Jodi Church-Wagner, ihres Zeichens Community Managerin bei Mister Wong und lifestream.fm, hat uns einen Einblick in ihre Gedanken zu diesem spannenden Berufsfeld gegeben. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art PR Manager + “Mutter/Vater” der Community. Gerade bei der Lokalisierung von Netzwerken macht meiner Meinung nach ein CM immer mehr Sinn um Benutzer noch persönlicher zu binden. Was macht also einen guten CM aus? Was muss er können?
users adovcate
Der Anwalt der User also. Was bedeutet das? Letztendlich muss ein Community Manager die Wünsche und Bedürfnisse “seiner” Benutzer erkennen und somit auch auf noch keimende Gerüchte oder Bewegungen reagieren. Dazu muss er up2date sein was das eigene Projekt betrifft aber auch die Konkurrenz. Stichwort copycats – auch auf solche Vorwürfe muss reagiert werden.
brand evangelists
Ein Glaube an die Marke – komme was wolle. Man selbst repräsentiert das Projekt und versucht andere davon zu überzeugen – das kann natürlich nur funktionieren wenn man selbst von der Marke überzeugt ist und das Projekt schlichtweg “geil” findet. Auch hier ist das Thema Konkurrenz eine wichtige Sache: Nur wenn man gut informiert ist kann man sich Antworten auf viele Fragen zu Recht legen oder schon antworten bevor die Frage überhaupt gestellt wurde.
face of the brand
Der CM repräsentiert bei vielen Projekten das Team in der Öffentlichkeit. Über Blogs, auf Konferenzen oder beim Networking – letztendlich ist man eine Art Pressesprecher in Zivil. Besonders interessant ist das bei Microbloggingdiensten, Blogs oder sonstigen Online Medien. Letztendlich ist man so sehr mit dem Projekt verknüpft, dass quasi jede Tätigkeit auch gleich dem Unternehmen zugeordnet wird. Klingt etwas radikal aber das Internet ist sehr transparent, schnell und voller Missverständnisse.
Brauche ich einen Community Manager?
Nicht unbedingt, aber ab einer gewissen Größe, einer gewissen Aktivität und einer gewissen Zielgruppe macht es Sinn. Viele Portale brauchen auch mehrere CM. Einige Eckfragen die bei der Lösungsfindung helfen hat Jodi auch mitgebracht:
- Hast/Willst du eine Community aufbauen?
- Hast du ein Produkt oder einen Service über den geredet wird?
- Möchtest du deine Kunden/Benutzer Beziehung verbessern?
- Möchtest du dein Kunden/Benutzer Feedback verbessern um das Produkt/den Service zu verbessern?
- Hast du einen Wettbewerber?
- Kannst du dir einen leisten? (Oder kannst du es dir leisten keinen zu haben?!)
Welche Eigenschaften sollte dein Community Manager haben?
- Die Marke verkörpern können
- Gute “Communication Skills” / Nicht introvertiert
- Glaubwürdig
- Seriös
- “People Person”
- Die Kultur in den Märkten kennen (z.B. USA, China,…)
Durch den persönlichen Bezug zu den Usern sowie zu Partnern ist es irgendwie gefährlich sich mit dem CM anzulegen. Wenn er die Firma verlässt kann es sein das einige User/Partner mit ihm gehen. Man sollte seinen CM also pflegen und hegen – und wohl einen Notfallplan bei Hand haben
.
Das ganze Thema is leider etwas schwierig zum Zusammenfassen, aber danke an Jodi für den Einblick in dem Community Manager Alltag / Ihre Ansicht über diesen Beruf.

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