Web2.0 – Durchbruch für das mobile Internet?
geschrieben am October 14, 2008 von Florian Bergmann
Uwe Baltner vom Handyportal xonio hat auf dem BarCamp Samstag Abend das Wort ergriffen und seine Einschätzung zur Lage abgegeben. Als Fachmann für mobile Angelegenheiten kennt er sich natürlich damit aus. Der Beitrag ist etwas mehr in Protokollform weil es Inhaltlich nicht wirklich viel Zusammenfassen gab – lange und viele Diskussionen haben den Faden etwas auseinander gerißen.
Der Vortrag hat mit einer Frage an das Publikum begonnen: “Wer besitzt alles ein iPhone?” Die Verbreitung – wenig überraschend, schließlich war ja quasi 100% Zielgruppe da – lag bei über 50%. Diese Zahl trifft allerdings nicht für die breite Bevölkerung zu: Nokia produziert an einem Tag soviele Mobiltelefone wie Apple im ganzen Jahr.
Woher kommt der ganze hype um das iPhone? Es ist ja auch nur ein Telefon – und es gibt viele Alternativen. Zum einen hat Apple ein geniales Marketing zum anderen ist das Gerät komplett auf das Mobile Internet ausgelegt. Ohne Vertrag mit UMTS ist es nicht erhältlich und der Browser ist danke seiner flexiblen Skalierung ein Meilenstein im “unterwegs surfen”. 9% aller Deutschen haben bereits mobil eine Internetseite aufgerufen – dabei handelt es sich meist um Suchmaschienen – Tendenz steigend. 71% sind die Kosten für UMTS Geräte / Tarife noch zu hoch.
In Zukunft wird man wohl verstäkrt mit Anwendungen wie Online Banking / Mobile Payment, location based services oder social networks für mobile Endgeräte rechnen können.
Die Erfolgsfaktoren für mobiles Internet
- UMTS Abdeckung
- Auswahl an Endgeräten
- Mobile Browser mit Erlebnischarakter
- Sinnvolle Applikationen / Anwendungen
- Userfreundliche Web2.0 Anwendungen
Es ist zu erwarten dass Google für Android etwas analoges zum Appstore entwickelt.
Interessant ist die Liste der meist genutzten Webangebote von mobilen Endgeräten. Die “TOP5″ ist nicht für mobile Geräte optimiert. StudiVZ oder XING gehören zu den Impressionsrießen.
Wichtige Fragen die man sich stellen sollte:
Kann man nur auf dem iPhone komfortabel surfen?
Nein, Opera mobile bietet den selben komfort.
Wie günstig muss Mobiles surfen sein?
Die Anwesenden können mit einem Betrag zwischen 10 und 20 € leben. Ich finde 20 € für eine Flatrate vollkommen in Ordnung.
Wie erfolgreich können einzelne Networks / Dienstleistungen für eine Plattform sein?
Es ist nicht wirtschaftlich eine Applikation nur für das iPhone zu entwickeln. Meistens werden diese in der Freizeit von Programmieren entwickelt.
Was wird aus den Netzbetreibern der Zukunft?
Nächstes Jahr werden neue UMTS Lizenzen vergeben. Google könnte beispielsweise in diesem Markt mit einsteigen. Netzbetreiber entwickeln zudem immer mehr Webanwendungen. Software as a Service könnte der Trend der Zukunft werden.
Was sind mögliche Killer Apps?
Das ist die Frage!
Müssen Webseiten für mobile Geräte optimiert werden?
Nicht unbedingt. Je nachdem welche Informationen angeboten werden. Eine Navigation über große Buttons (Touchscreen) und geringe Datenmengen sind generell von Vorteil wenn man unterwegs ist.

flobbymedia im Web
flobbymedia auf twitter flobbymedia auf flickr flobbymedia blog